Digital Natives, Millenials oder Generation Y. Es gibt viele Namen für diese eine Generation, die mit Computern und neuen Technologien groß geworden sind. Sie definieren sich durch ein anderes Lebensgefühl und sind selbstbewusster als ihr Eltern und Großeltern – besonders, was ihre Karriere angeht. Wie wird sich also die Arbeitsweise mit dem Generationenwechsel ändern bzw. zwangsläufig ändern müssen?
Die Digital Natives definieren Arbeit neu und erhoffen sich selbstständiges Arbeiten und zeitliche und persönliche Flexibilität. Geregelte Arbeitszeiten entsprechen nicht dem individuellen Lebensrhythmus und immer gleiche Aufgaben werden schnell fad. Im Mittelpunkt steht für diese Generation Selbstverwirklichung und nicht mehr Status.
Ähnlich abwechslungsreich sollte für sie auch der Arbeitsplatz werden: Büroräume behindern auf Dauer die Kreativität und mit dem Laptop lässt es sich viel entspannter auf einer Picknickdecke im Park oder zuhause arbeiten. Man sollte arbeiten können, wo und wann man sich produktiv fühlt – in einem Überallbüro, das uns bei der richtigen Anwendung sogar leistungsfähiger machen kann. Mit Laptop, Smartphone und Datensynchronisation via Cloud-Computing ist das theoretisch möglich, aber in den meisten Unternehmen noch immer schwer durchsetzbar – häufig fehlen auch einfach das Vertrauen und der Mut zu neuen Wegen.
Flexibilität bedeutet aber auch internationales Arbeiten. Vier von fünf der von PWC befragten 4.200 Hochschulabsolventen möchten im Ausland arbeiten. Schon in den kommenden zehn Jahren werden die Hälfte aller Arbeitnehmer außerhalb ihrer Heimat arbeiten.
Lebensläufe werden bunter: Im Laufe des Berufslebens wird die Generation Y im Durchschnitt acht verschiedene Arbeitgeber haben. Das Prinzip der freien Mitarbeit ist schon heute in der Medienbranche keine Seltenheit mehr.
Ein Trend ist bereits jetzt das Arbeiten in Co-Working-Spaces nach US-amerikanischem Vorbild. Die Bürogemeinschaften für Freiberufler werden als Modell für die Zukunft der Büroarbeit gefeiert. Das Beta-Haus in Berlin, die größte Einrichtung in Deutschland dieser Art, bietet Arbeitsplätze für 130 Kreative – Für 12 Euro am Tag oder 229 Euro im Monat. Meist könnten sie auch zuhause arbeiten, aber dort fehlen ihnen eine produktive Atmosphäre und die wichtigen Kontakte – sozialer oder beruflicher Natur. Hier können sie ein Netzwerk aufbauen und Aufträge generieren.
Ob Überallbüro oder Co-Working – wahrscheinlich ist, dass sich die Bürokultur demnächst noch einigen interessanten Entwicklungen gegenüber sehen wird. Deshalb hier noch mal ein kleiner Rückblick auf 60 Jahre Bürogeschichte:
Bildquelle: Peter Kirchhoff / pixelio.de



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