Jan 31

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, was Ihre Büroeinrichtung über Sie aussagt? Ohne einen gewissen Grad an Personalisierung im Büro geht es bei den wenigsten Arbeitnehmern, hier und da sieht man Familienbilder und Zimmerpflanzen herumstehen oder kleine Aufkleberchen an den Bildschirmen prangen. Jeder hat so seine eigene Art, zu sagen “Das ist mein Territorium. Raus da!” Und dabei kommt man nicht umhin, auch etwas über die eigene Persönlichkeit und Arbeitsmoral zu verraten. Die Einrichtung des Büros drückt nicht nur aus, an welcher Position man sich im Unternehmen bereits befindet, sondern kann laut Jochen Mai von der Karrierebibel auch subtile Hinweise darüber aussenden, wo man noch hin will. Wer diese Faktoren kennt, hat es leichter, bei seinen Besuchern – nicht zuletzt beim Chef – Eindruck zu schinden.

Viele Arbeitnehmer sind der Meinung, es würde für den positiven Eindruck beim Chef schon reichen, den Arbeitsplatz stets sauber und ordentlich zu halten, um so seine Strukturiertheit und innere Aufgeräumtheit zu demonstrieren. Das hilft auf jeden Fall schon, immerhin bevorzugen 70 Prozent der Manager Mitarbeiter mit einem ordentlichen Schreibtisch. Jedoch sollte, wer in nächster Zeit einen Aufstieg innerhalb des Unternehmens anstrebt, noch ein paar weitere Faktoren berücksichtigen.

Das fängt schon an beim Bücherregal: Natürlich drückt die Sammlung an Fachliteratur aus, dass sie sich mit ihrem Fachgebiet auskennen. Zuviel des Guten kann aber schnell auf Engstirnigkeit schließen lassen. Einige Titel dürfen also ruhig etwas aus der Reihe tanzen, solange sie nicht in die Richtung “Erfolgreich beruflich umsatteln” gehen. Offenheit und Kreativität kann man natürlich auch mit Kunst ausdrücken – solange diese zum Unternehmen passt und nicht zu prahlerisch daherkommt. Vorsicht geboten ist bei kleinen Accessoires wie Spielzeugen – hier kann man schnell selbst als verspielter Kindskopp abgeschrieben werden. Fragen Sie sich einfach bei jedem Einrichtungsgegenstand, ob er das richtige über Sie aussagt – die Möglichkeiten sind schier unendlich. Ein Schrank mit Glasfront zum Beispiel beweist, dass Sie extrovertiert sind, wohingegen verschlossene undurchsichtige Materialien schnell das Gegenteil vermuten lassen.

Wer darüber hinaus seinen Arbeitsplatz individuell gestaltet, wird sich auch mehr mit seinem Job identifizieren können und mehr Leistung bringen. Kein Wunder: Die Arbeit an einem Ort, den man sich nach seinem eigenen Geschmack eingerichtet hat, ist gleich viel angenehmer, als an einem sterilen Einheitsplatz.

Bildquelle: Margot Kessler / pixelio.de

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Aug 09

Digital Natives, Millenials oder Generation Y. Es gibt viele Namen für diese eine Generation, die mit Computern und neuen Technologien groß geworden sind. Sie definieren sich durch ein anderes Lebensgefühl und sind selbstbewusster als ihr Eltern und Großeltern – besonders, was ihre Karriere angeht. Wie wird sich also die Arbeitsweise mit dem Generationenwechsel ändern bzw. zwangsläufig ändern müssen?

Die Digital Natives definieren Arbeit neu und erhoffen sich selbstständiges Arbeiten und zeitliche und persönliche Flexibilität. Geregelte Arbeitszeiten entsprechen nicht dem individuellen Lebensrhythmus und immer gleiche Aufgaben werden schnell fad. Im Mittelpunkt steht für diese Generation Selbstverwirklichung und nicht mehr Status.

Ähnlich abwechslungsreich sollte für sie auch der Arbeitsplatz werden: Büroräume behindern auf Dauer die Kreativität und mit dem Laptop lässt es sich viel entspannter auf einer Picknickdecke im Park oder zuhause arbeiten. Man sollte arbeiten können, wo und wann man sich produktiv fühlt – in einem Überallbüro, das uns bei der richtigen Anwendung sogar leistungsfähiger machen kann. Mit Laptop, Smartphone und Datensynchronisation via Cloud-Computing ist das theoretisch möglich, aber in den meisten Unternehmen noch immer schwer durchsetzbar – häufig fehlen auch einfach das Vertrauen und der Mut zu neuen Wegen.

Flexibilität bedeutet aber auch internationales Arbeiten. Vier von fünf der von PWC befragten 4.200 Hochschulabsolventen möchten im Ausland arbeiten. Schon in den kommenden zehn Jahren werden die Hälfte aller Arbeitnehmer außerhalb ihrer Heimat arbeiten.

Lebensläufe werden bunter: Im Laufe des Berufslebens wird die Generation Y im Durchschnitt acht verschiedene Arbeitgeber haben. Das Prinzip der freien Mitarbeit ist schon heute in der Medienbranche keine Seltenheit mehr.

Ein Trend ist bereits jetzt das Arbeiten in Co-Working-Spaces nach US-amerikanischem Vorbild. Die Bürogemeinschaften für Freiberufler werden als Modell für die Zukunft der Büroarbeit gefeiert. Das Beta-Haus in Berlin, die größte Einrichtung in Deutschland dieser Art, bietet Arbeitsplätze für 130 Kreative – Für 12 Euro am Tag oder 229 Euro im Monat. Meist könnten sie auch zuhause arbeiten, aber dort fehlen ihnen eine produktive Atmosphäre und die wichtigen Kontakte – sozialer oder beruflicher Natur. Hier können sie ein Netzwerk aufbauen und Aufträge generieren.

Ob Überallbüro oder Co-Working – wahrscheinlich ist, dass sich die Bürokultur demnächst noch einigen interessanten Entwicklungen gegenüber sehen wird. Deshalb hier noch mal ein kleiner Rückblick auf 60 Jahre Bürogeschichte:

Bildquelle: Peter Kirchhoff / pixelio.de

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