Aug 25

Eine amerikanische Studie kam zu dem Ergebnis, dass attraktiven Frauen in Männerdomänen weniger zugemutet wird. Gleichzeitig ist es bei Männern genau umgekehrt – je attraktiver, desto kompetenter. So zumindest sieht es der Schubladendenker in uns. Und das ist nicht nur paradox, sondern auch ungerecht. Aber kann das wirklich zum Problem bei der Bewerbung und damit zur Karrierefalle werden oder wird hier wieder nur mal der Teufel an die Wand gemalt?

In der Studie der University of Columbia wurden 60 Studenten Fotos von 200 angeblich Jobsuchenden gezeigt. Das erschreckende Ergebnis: Je schöner die Frauen eingeschätzt wurden, umso weniger würde man ihnen auch eine hohe Position in Finanzen, Ingenieurwesen oder Forschung zutrauen. Das sind traditionell eher männerlastige Berufe. Je attraktiver aber die Männer waren, umso eher hätte man ihnen den Zuschlag gegeben. So weit der erste Einruck.

Doch wie entschieden die Probanden, als sie nähere Informationen über die Bewerber in Form eines Lebenslaufes bekamen? Es liegt nahe, dass man besser über die Kompetenzen der Person urteilen kann, wenn nicht nur das Äußere als Anhaltspunkt zur Verfügung steht. Dennoch fielen die Urteile nicht anders aus als vorher! Wenn dem wirklich so ist, erschwert das auch den Bewerbungserfolg. Focus Money schlägt sogar vor, in der Bewerbung zu schummeln und sich im Bewerbungsfoto “hässlicher” zu machen, als man ist. Aber das Ergebnis der Studie muss relativ gesehen werden.

Problematisch ist sie aus verschiedenen Gründen. Erstens wurden keine erfahrenen Personaler, sondern Studenten befragt. Das heißt zwar, dass Vermutungen über das spätere Arbeitsumfeld angestellt werden können (zum Beispiel müsste eine schöne Frau in der Bau-Branche härter um die Anerkennung ihrer Kollegen kämpfen). Rückschlüsse auf die klassische Bewerbungssituation lassen sich aber nur schwer ziehen. Es ist unwahrscheinlich, dass ein Personaler selbst beim Blick auf den Lebenslauf nicht noch einmal die Qualifikation des Bewerbers oder der Bewerberin überprüfen würde. Wenn das trotzdem nicht seine Vorurteile abschwächt, hat er schlichtweg den falschen Beruf gewählt. Zweitens wird kein Schönheitsbegriff zu Grunde gelegt. Wann ist ein Mann schön? Einer, der als Model Erfolg hätte muss nicht zwingend auch in Gefängniswärter-Kreisen als attraktiv gelten.

Zyniker könnten meinen, dass den attraktiven Frauen so wenigstens einmal ein Stein in den Weg gelegt wird. Immerhin scheinen sie es ja sonst im Leben leichter zu haben, als die äußerlich weniger gesegneten Damen. Aber das ist eine andere Diskussion. :)

Bild: Daniel Rennen / pixelio.de

geschrieben von Steffi \\ Tags: , , ,

Aug 02

Beim Thema Bewerbungsvideo spalten sich die Gemüter. Die eindeutige Quintessenz aller Diskussionen ist jedoch meistens: Wenn schon Bewerbungsvideo, dann sollte doch bitte auch die Qualität – sowohl inhaltlich als auch visuell – stimmen. Der Pfad zwischen Ruhm und Blamage ist einfach zu schmal. Kein Wunder also, dass im Internet kaum herausragende Beispiele auffindbar sind. Nur Wenige sind bereit, diesen Aufstand zu veranstalten.

Umso mehr freut man sich natürlich über das Bewerbungsvideo der Journalistin Judith Steiner. Die Schweizerin hat ihr Know-How in der Videoproduktion dazu genutzt, das konventionelle Format einer Videobewerbung zu durchbrechen. Bei der aktuellen Arbeitsmarktlage im Journalismus hat sie damit die richtige Entscheidung getroffen, um sich einen Vorsprung vor den Mitbewerbern zu sichern.

Nach einer kurzen Begrüßung regt sie den “Zuschauer” dazu an, über eine Navigationsleiste Videos mit Hintergrundinformationen auszuwählen. Sie gibt darin kurze Einblicke in ihre Arbeit als Journalistin und stellt ausschnittsweise ausgewählte Produktionen vor. Der Clou: Ein extra Menüpunkt führt sogar zu Statements von Referenzgebern.

Damit hat Judith eigentlich eine komplette Bewerbungsmappe mit persönlicher Ansprache, Lebenslauf, Arbeitsproben und Referenzen nachgestellt – und kann sich so auch gleich die Bewerberwebsite sparen. Bis man sich da durchgeklickt hat, kann zwar einige Zeit vergehen. Aber ein Arbeitgeber wird keine bessere Gelegenheit erhalten, sich ein ausführliches Bild von der Bewerberin zu machen. Er bekommt das Wichtigste auf dem Silbertablett präsentiert und muss sich nicht erst selbst die Infos zurechtklicken. Was das Video zwischen den Zeilen über die Journalistin verrät, hat Marcel Widmer auf dem Joblog analysiert.

geschrieben von Nadine \\ Tags: , ,

Jul 09

Um den Verwaltungsaufwand der Personalabteilung zu verringern, müssen Bewerber sich oft stundenlang durch Online-Bewerbungsmasken kämpfen. Dabei bleibt die Individualität auf der Strecke und man muss bei einem ungewöhnlichen Lebenslauf befürchten, gleich aus dem System gekickt zu werden. Dieses Bild ergibt sich zumindest, wenn man dem Harvard Business Manager glaubt. Dieser sammelte Leserkommentare zu der Problematik, die größtenteils negativ ausfielen. Firmen sollten sich dies zu Herzen nehmen, denn derartige Bürokratie verschreckt die Talente. Das mühsam aufgebaute Arbeitgeberimage des Unternehmens ist schnell dahin. Wo also liegen die Baustellen bei den Bewerbungsformularen?

Meist schreckt schon der Umfang der Formulare ab. Was der Personalabteilung an Arbeit erspart wird, bleibt an den Bewerbern hängen. Über zig Seiten hinweg werden teilweise Details aus jahrelang zurückliegenden Berufserfahrungen abgefragt, die für die aktuelle Stelle gar nicht mehr relevant sind. Das kostet Zeit und Mühe: Während Teile aus klassischen Mappen oder E-Mail-Bewerbungen immer wieder verwendet werden können, muss hier vieles neu formuliert und eingegeben werden. Und am Ende fragt man sich, warum trotzdem noch häufig eine Mappe als PDF-Upload verlangt wird (die dann auch noch in 2 MB passen muss). Oder der Ärger ist groß, wenn nach Stunden konzentrierter Arbeit eine Time-Out-Meldung auf dem Bildschirm flackert. Das ist schlichtweg entmutigend und gibt dem Bewerber das Gefühl mangelnden Respekts.

Bedenken zeigen viele Bewerber auch, weil sie ihre Individualität und Motivation in dem vorgefertigten Schema nicht zum Ausdruck bringen können. Einerseits fehlt der erste optische Eindruck, den eine gründlich zusammengestellte Bewerbungsmappe hinterlässt. Andererseits wird es für Menschen ohne geradlinigen Standardlebenslauf schwierig, durch das Raster zu kommen. Wer beispielsweise ein nicht geläufiges Studienfach absolviert hat, sieht sich schnell vor dem Problem, dass dieses in den Auswahlmöglichkeiten unauffindbar ist. Zusätzlich fehlen meist Möglichkeiten, zu erklären, warum man gerade mit dieser Qualifikation für die Stelle geeignet ist. Wer nicht in die Spalten passt, darf sich wenig Hoffnung machen.

Sicherlich hat nicht jedes Online Bewerbungsformular diese Mankos. Dennoch kann man hier mal überlegen, was der Mehrwert derartiger Applikationen ist, wenn dadurch Nachwuchs-Potential verschenkt wird.

(Bild: pixelio.de)

geschrieben von Nadine \\ Tags: ,

Jun 15

Ganz egal, wo man momentan hinschaut, die WM verfolgt jeden. Der Öl- und Gasproduzent Wintershall nutzt diese Welle nun zum Recruiting. Denn warum sollte man nicht eine Anzeigenkampagne passend im Fußball-Look schalten? Und das ist noch nicht genug, auch Zeitpunkt und Ort müssen stimmen: Wintershall veröffentlichte die Stellenanzeige zum ersten Spieltag der WM im Sportteil der Welt. Gefunden habe ich die Stellenanzeige übrigens auf dem Recruitainment-Blog.

Zu sehen sind darauf elf Sammelkarten mit Fußballern aus elf Nationen. Auf den zweiten Blick ist klar: Das sind alles tatsächlich Mitarbeiter bei Wintershall. Eine sympathische Idee, die nebenbei den Fokus auf Diversity im Unternehmen unterstreicht. Sportsfreunde mit Teamgeist haben also bei einer Bewerbung gute Chancen auf ein eigenes Sammelbildchen. :)

geschrieben von Nadine \\ Tags: , ,

Mai 28

Wenn Personaler im Vorstellungsgespräch den Kopf des Bewerbers vermessen, sollte man stutzig werden. Einige Unternehmen erhoffen sich neuerdings durch den Einsatz der sogenannten Psycho-Physiognomik sattelfeste Aussagen über die Persönlichkeit ihrer Bewerber. Psycho-Physiognomiker glauben, dass der Charakter eines Menschen anhand seiner Gesichtszüge und der Schädelform erkennbar ist. Eine hohe Stirn oder lange Nase könnten also unsere Wesenszüge verraten. Kommt uns das nicht irgendwie bekannt vor? Richtig, auch im dritten Reich diente diese Theorie als Vorlage für fragwürdige Praktiken der Nazis.

Davon distanzieren sich Anhänger der Psycho-Physiognomik heute zwar ausdrücklich. Sie sind jedoch weiterhin davon überzeugt, dass Eigenschaften wie beispielsweise Kreativität oder analytisches Denken in bestimmten Hirnarealen sitzen. Sind diese stark ausgeprägt, würde das Gehirn an dieser Stelle gegen die Schädelwand drücken und den Kopf formen. Fakt ist: Das Gehirn ist dazu nicht in der Lage und beeinflusst erst recht nicht die Größe der Ohrläppchen. Außerdem ist heute klar, dass das Gehirn über Netzwerkstrukturen funktioniert und sich Charakterzüge nicht lokalisieren lassen. Neben dem Mangel an wissenschaftlichen Befunden dürfte uns folglich auch der gesunde Menschenverstand zur Skepsis bewegen.

Wie kommt es also, dass schätzungsweise 2,4 Prozent der deutschen Unternehmen – darunter auch renommierte Konzerne – dieses Verfahren für die Personalauswahl benutzen? Menschen können ihr Verhalten, die Körpersprache und Mimik bis zu einem bestimmten Grad manipulieren. Personaler suchen daher nach immer besseren Methoden, um Bewerber zu durchschauen. Und Psycho-Physiognomik ist verlockend, weil die Kopfform nicht veränderbar ist.

Hinzu kommt, dass die Vertreter der Psycho-Physiognomik mittels dubioser Zertifikate die Qualität ihrer Arbeit bewerben. Bei der Überzeugungsarbeit nutzen sie einfache Taschenspielertricks, die man von Wahrsagern und Horoskop-Hotlines kennt: Sie halten ihre Aussagen allgemein und passen diese durch genaue Beobachtung des Gegenübers an. In einem Interview mit dem Spiegel bezeichnet der Psychologe Dr. Uwe Kanning diese Vorgehensweise als Scharlatanerie.

Offen gibt kein Unternehmen zu, dass es diese Methode anwendet. Zusätzlich ist das Thema noch weitgehend unbekannt, was es schwierig macht sich in einem Vorstellungsgespräch dagegen zu wehren. Wenn ein Unternehmen zu derart unprofessionellen und diskriminierenden Mitteln greift, sollte man darum einen großen Bogen machen.

(Bild: pixelio.de)

geschrieben von Steffi \\ Tags: , , ,

Aug 07

Bewerbungs-TippsEines der schwierigsten Themen überhaupt ist es, allgemein gültige Bewerbungs-Tipps für Absolventen (berufserfahrene haben es da schon einfacher, da sie sich über ihren beruflichen Werdegang qualifizieren und ausdrücken) zu geben. Denn egal wen man um Rat fragt, die Antwort wird meistens sehr geschmäcklerisch ausfallen. Klar, bei den Rahmenbedingen, Form und Schrift, Inhalt und Vollständigkeit, Anlagen … , sollten sich alle einig sein, oder? Ne, eben nicht. Schönes Beispiel hat Daniela vom Bewerberblog gefunden …
Ist der formale Aufbau geklärt, stellt sich dann automatisch die Frage: Und wie differenziere ich mich von den anderen Bewerbern? Auch diese ist natürlich wieder absolut geschmäcklerisch. Dabei sollte die Fragestellung eigentlich anders herum gestellt werden. Welchen Geschmack hat der Personaler, dem ich meine Bewerbungs-Mappe zusende? Ist er ein junger, dynamischer in einem schnell wachsenden Unternehmen, oder doch schon über 50 und eher konservativ. Und wie finde man so etwas heraus?

Per Xing und Telefon würde ich sagen, denn steht in der Stellenausschreibung der Ansprechpartner namentlich drin, einfach mal googeln oder direkt bei Xing eingeben. Bilder können schon eine kleine Geschichte erzählen. Dann den Personaler anrufen. Dem Gegenüber am Telefon natürlich aktiv zuhören. UND, sich auf ein solches Telefonat vorher einstellen! Übt doch einfach, was du sagen willst, was du fragten willst … Nach so einem Telefonat solltest du einen recht guten Eindruck über dein Gegenüber gewonnen haben. Nun solltest du wissen auf was der Personaler, dem du deine Bewerbung schickst, WERT legt.

Einen guten Tipp habe ich noch, auf dem Bewerber-Wiki von GO!Jobware gibt es den wohl größten deutschsprachige Bewerbungs-Ratgeber. Das besondere daran? Er wird von Personaler renommierter Unternehmen geschrieben und sollte es im Wiki mal keine zufriedenstellende Antwort geben, dann einfach die Frage per E-Mail an das GO!Jobware-Team senden und man bekommt kostenlos eine Antwort (übrigens auch von einem Personaler!).

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Mrz 26

Google bewebungWer kennt nicht auch die Situation: stundenlang hat man sich mit einem Thema beschäftigt, in meinem Falle berufsbedingt das Thema Bewerbung. Man informiert sich im Internet und hat mindestens zwanzig mal das Wort geschrieben. Und nach hunderten von Bewerbungs-Ratgeberseiten will man nur mal kurz bei Google schauen was unter diesem Begriff neues zu finden ist. Statt Bewerbung stand Bewebung in der Google-Leiste und schwups, da steht ganz groß über der Trefferliste “Meinten Sie: Bewerbung”.

In Zeiten des Internets scheint die schnelle unkontrollierte Eingabe von Wörter Standard zu sein! Würde sich sonst Google diese Mühe machen? Solange Google einige Buchstaben zuordnen kann, ist das Ergebnis zufriedenstellend. Dass dieses auch mal etwas schief gehen kann hat der Plexblog schon vor Jahren mal gesammelt. Die zehn besten “Meinten Sie“!

Leider hat Google seinen Dienst schon weiter reifen lassen, zumindest sind mir solche extremen Patzer (trotz stundenlangem Suchfieber) nicht mehr unter gekommen. Noch eine lustige Seite zeigt, wie Google euch sieht :-) . Leider hat die Trefferliste ein paar Fehler.
Auf anderen Internet-Plattformen kann man mit Schreibfehler sogar einen Euro sparen. Schon mal daran gedacht bei eBay.de mit Schreibfehlern zu suchen? Tipp: Maschiene
<<< Nachtrag: Unsere Kollegin Mareen ist noch auf eine interessante Seite gestoßen -MissTypes- einfach Begriff eingeben und alle Falschschreiber bei ebay finden. >>>

Also, wer demnächst im Internet auf der Suche nach den perfekten ´Bewebungs-Tipps´ auf den einschlägigen Bewerbungs-Seiten unterwegs ist oder eine ´Maschiene´ dringend bei eBay.de sucht, Internet sei Dank, jeder wird in jedem Fall fündig.

geschrieben von AJ \\ Tags: , ,

Apr 10

Thorsten von blogaboutjob hat uns angemailt und uns auf seine Aktion – Was war die dümmste Frage, die Ihnen in einem Bewerbungsgespräch jemals gestellt wurde? – aufmerksam gemacht. Das interessiert uns auch brennend. Also, Tastatur quälen und mit ein bisschen Glück auch noch gewinnen.

>> Mitmachen

geschrieben von admin \\ Tags: , ,

Mrz 14

Manchmal muss man einfach Bilder auf sich wirken lassen …


Schönes Wochenende
Nachtrag: Ohhh, stimmt habe ich bei den tollen Mädels vom Bewerberblog gefunden. ´tschuldigung.

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Mrz 12


Bin über eine Neuerung auf Jobware gestolpert. Da wurde das Pop-Up vom Stellenmarkt verfeinert. Unter der Stellenanzeige gibt es à la Amazon `Wer diese Anzeige gelesen hat, interessierte sich auch für:`. Sehr interessant! Und noch besser finde ich das Firmenprofil. Ist leider nicht bei jeder Stellenausschreibung dabei, aber wenn, dann sind viele interessante Infos dahinter verborgen. Da frage ich mich, war ich bisher blind oder ist es neu? Egal, der Bewerber sagt danke.

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