Sep 14

In jedem Büro gibt es eine Menge davon: Post-its. In Frankreich haben sich die Mitarbeiter einiger Unternehmen etwas ganz besonderes ausgedacht. Sie kleben die bunten Zettel auf Fensterscheiben. Eine winkende Hello Kitty, Super Mario oder ein bewaffneter Spongebob – es wird viel geklebt. Sogar so viel, dass sich diese Kunst zu einem kreativen Trend, dem so genannten „post-it-war“ in Frankreich entwickelt hat. Eine offizielle Facebook-Seite mit über 36.000 Fans gibt es dazu auch schon.

Bei diesem Wettkampf gibt es immer nur ein Ziel: Das eigene Motiv muss größer, bunter und witziger sein als das im Fenster des Nachbarn. Angefangen hat dieser Häuserkampf im östlichen Industriegebiet Montreuil, nahe der französischen Hauptstadt. Mittlerweile machen nicht nur Unternehmen bei der Aktion mit, sondern auch Kirchen.

Als Champion bei diesem Wettkampf gelten laut aktuellen Berichten die Mitarbeiter der Firma Ubisoft, einem Video-Spieleentwickler. Auf deren Fenstern erstreckt sich mit über 3000 Post-its eine riesige Figur aus Assasin`s Creed, einem Videospiel. Nicht nur Franzosen begeistern sich für dieses sehenswerte Firmenspektakel, bei Italienern und Spaniern wird dieser Trend auch immer beliebter. Und wer weiß, vielleicht erreicht der bunte Klebezettelwahn ja auch bald schon die deutschen Büros.

Bildquelle: postitwar.com

geschrieben von Miriam \\ Tags: , , ,

Jul 04

Es ist zwölf Uhr und der Magen knurrt. Allerhöchste Zeit für ein Mittagessen. Die meisten Büroarbeiter entscheiden sich dann für den Gang zur Kantine oder zum Imbiss um die Ecke. Nicht jeder hat jedoch die Möglichkeit, im Unternehmen zu dinieren und immer nur auswärts essen kann auf Dauer fad und vor allem teuer werden. Wer trotzdem nicht auf eine gesunde Mahlzeit verzichten möchte, hat zwei Möglichkeiten: Er bringt sich ein vorbereitetes Mittag mit oder versucht sich etwas in der Teeküche zu zaubern.

Mit ein bisschen Kreativität ist man dann nicht nur auf Stullen angewiesen. Wer beim Abendessen mehr kocht, kann sich die extra Portion einfach am nächsten Tag mit ins Büro nehmen, gerne auch in einem Bento. Die stylischen Aufbewahrungsboxen aus Japan haben sich in den USA schon zu einem richtigen Hype entwickelt und können auch in Deutschland bestellt werden. Die gute alte Tupperbüchse tut’s aber auch.

Auf halb-eins.de findet sich eine Ansammlung bürotauglicher Rezepte, die mit Mikrowelle, Wasserkocher und Toaster zubereitet werden können. Glückliche Arbeitnehmer, die einen richtigen Herd zur Verfügung haben, könnten beispielsweise die schnellen und einfachen Rezepte des Bürokochblogs ausprobieren. Wer unter seinen Kollegen Verbündete findet oder gar den Chef überzeugen kann, könnte dann ähnlich wie die Berliner Werbeagentur Bengsch einen Koch- und Einkaufsplan erstellen. Das spart Zeit und man muss nicht auf das Mittag in gemütlicher Runde verzichten.

Apropos Mittag im Büro: Das Marktforschungsinstitut Innofact ermittelte 2008, dass sich zwei Drittel der Arbeitnehmer mittags Fast-Food aus der Imbissbude oder etwas Süßes vom Bäcker gönnen. Jeder Vierte der Befragten verzichtet sogar ganz auf eine Mahlzeit und tut seiner Gesundheit damit auch keinen Gefallen, von der Leistungsfähigkeit mal ganz zu schweigen.

Bildquelle: Rolf Handke /pixelio.de

geschrieben von Thorsten Mensching \\ Tags: , , , ,

Mai 26

Sitzen Sie gut?

In einer Studie, in der 17.000 Männer und Frauen über 13 Jahre beobachtet wurden, fand man heraus, dass diejenigen, die täglich lange Zeit sitzen eine 54 Prozent höhere Chance haben, einen Herzanfall zu erleiden. Selbst sportliche Typen, die ansonsten einen gesunden Lebensstil pflegten, konnten daran nichts ändern.

Wir sitzen durchschnittlich 9,3 Stunden am Tag, das ist mehr als wir schlafen (7,7 Stunden)! Damit ist jeder Büroarbeiter potenziell gefährdet, früh das zeitliche zu segnen. Welche Gefahren dahinter genau lauern, zeigt diese erschreckende Infografik:

Sitting is Killing You
Via: Medical Billing And Coding

Es gibt aber Strategien, mit denen Sie der schleichenden Bedrohung entgegenwirken können. Selbst wenn Sie kein Raucher sind: Machen Sie zwei Pausen pro Stunde, in denen Sie sich ein Glas Wasser holen, mit Kollegen tratschen oder ein paar leichte Fitness-Übungen machen. Und auch bei der Mittagspause gilt natürlich: ein Spaziergang in freier Natur ist tausend mal besser, als mit seinem Essen vorm Bildschirm zu versacken.

Wem das immer noch nicht genug ist, der kann sich ja einen Steh-Tisch zulegen…

geschrieben von Thorsten Mensching \\ Tags: , ,

Jan 31

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, was Ihre Büroeinrichtung über Sie aussagt? Ohne einen gewissen Grad an Personalisierung im Büro geht es bei den wenigsten Arbeitnehmern, hier und da sieht man Familienbilder und Zimmerpflanzen herumstehen oder kleine Aufkleberchen an den Bildschirmen prangen. Jeder hat so seine eigene Art, zu sagen “Das ist mein Territorium. Raus da!” Und dabei kommt man nicht umhin, auch etwas über die eigene Persönlichkeit und Arbeitsmoral zu verraten. Die Einrichtung des Büros drückt nicht nur aus, an welcher Position man sich im Unternehmen bereits befindet, sondern kann laut Jochen Mai von der Karrierebibel auch subtile Hinweise darüber aussenden, wo man noch hin will. Wer diese Faktoren kennt, hat es leichter, bei seinen Besuchern – nicht zuletzt beim Chef – Eindruck zu schinden.

Viele Arbeitnehmer sind der Meinung, es würde für den positiven Eindruck beim Chef schon reichen, den Arbeitsplatz stets sauber und ordentlich zu halten, um so seine Strukturiertheit und innere Aufgeräumtheit zu demonstrieren. Das hilft auf jeden Fall schon, immerhin bevorzugen 70 Prozent der Manager Mitarbeiter mit einem ordentlichen Schreibtisch. Jedoch sollte, wer in nächster Zeit einen Aufstieg innerhalb des Unternehmens anstrebt, noch ein paar weitere Faktoren berücksichtigen.

Das fängt schon an beim Bücherregal: Natürlich drückt die Sammlung an Fachliteratur aus, dass sie sich mit ihrem Fachgebiet auskennen. Zuviel des Guten kann aber schnell auf Engstirnigkeit schließen lassen. Einige Titel dürfen also ruhig etwas aus der Reihe tanzen, solange sie nicht in die Richtung “Erfolgreich beruflich umsatteln” gehen. Offenheit und Kreativität kann man natürlich auch mit Kunst ausdrücken – solange diese zum Unternehmen passt und nicht zu prahlerisch daherkommt. Vorsicht geboten ist bei kleinen Accessoires wie Spielzeugen – hier kann man schnell selbst als verspielter Kindskopp abgeschrieben werden. Fragen Sie sich einfach bei jedem Einrichtungsgegenstand, ob er das richtige über Sie aussagt – die Möglichkeiten sind schier unendlich. Ein Schrank mit Glasfront zum Beispiel beweist, dass Sie extrovertiert sind, wohingegen verschlossene undurchsichtige Materialien schnell das Gegenteil vermuten lassen.

Wer darüber hinaus seinen Arbeitsplatz individuell gestaltet, wird sich auch mehr mit seinem Job identifizieren können und mehr Leistung bringen. Kein Wunder: Die Arbeit an einem Ort, den man sich nach seinem eigenen Geschmack eingerichtet hat, ist gleich viel angenehmer, als an einem sterilen Einheitsplatz.

Bildquelle: Margot Kessler / pixelio.de

geschrieben von Thorsten Mensching \\ Tags: , , , ,

Okt 28

Die besten Ideen kommen nur wenigen Menschen am Arbeitsplatz. Viele können ihr kreatives Potential erst in der Freizeit ausschöpfen. Bei einem ausgedehnten Spaziergang, beim Basteln mit den Kindern oder beim Kochen kommen Ideen meist von alleine. Kreativität braucht also Muse und Entspannung. Das natürliche Terrain eines Wissensarbeiters bietet beim täglichen Stress zwischen Meetings, Telefonaten oder anderweitiger Ablenkungen leider nur wenig davon.

Dabei ist Kreativität die Voraussetzung für Innovationen und damit das Wachstum und die Konkurrenzfähigkeit jeden Unternehmens. Gerade aus diesem Grund sollten Unternehmen sich bemühen, eine innovationsfreundliche Unternehmenskultur zu schaffen und die richtigen Rahmenbedingungen zu gewährleisten.

Die Realität sieht leider oft noch anders aus: In vielen Unternehmen ist die Kreativität der Mitarbeiter unerwünscht. Und auch dort, wo man neue Ideen verlangt, sorgen widrige Umstände wie eine falsche Teamzusammensetzung manchmal genau für das Gegenteil. Wenn der Chef sich zum Beispiel jedes Mal in Team-Meetings einmischt, erhöht das schnell den Leistungsdruck der Teilnehmer und blockiert deren Kreativität.

Führungskräfte sollten ihren Mitarbeitern genügend Vertrauen entgegen bringen und ihnen Freiheiten lassen, wenn es um die Ideenfindung geht. Gleichzeitig müssen sie aber auch jederzeit bei Fragen und Problemen erreichbar sein. Hierarchisch aufgebaute Teams sollten vermieden werden, damit die Einfälle jedes einzelnen gleichwertig und kritisch betrachtet werden können.

Auch in den Köpfen muss sich etwas ändern. Durch unser Perfektionsdenken nimmt jeder an, dass gleich die erste Idee den Durchbruch schaffen muss. Durch diesen Leistungsdruck bleiben viele Ideen unausgesprochen, die vielleicht durch Adaption tatsächlich Erfolg haben könnten. Manchmal braucht es tausende von Versuchen und Fehlschlägen, um die richtige Lösung zu erhalten – auch Edison hat nicht an einem Tag die Glühbirne erfunden. Fehler dürfen nicht bestraft werden sondern sollten als Teil eines Lernprozesses gesehen werden, anstatt Ideen schon im Keim zu ersticken. Das erhöht die Chance auf wirkliche Innovation.

Bildquelle: JMG / pixelio.de

geschrieben von Thorsten Mensching \\ Tags: , , , , ,

Aug 18

Es soll vorkommen, dass manche kinderlose Arbeitnehmer sich nach den Privilegien der Elternschaft sehnen. Allen voran die Argumente, denen jeder Chef nachgibt: “Heute ist Elternabend.” “Mein Kind hat Fieber, und der Babysitter ist im Urlaub.” Oder “Ich brauche Urlaub in dieser Zeit – Schulferien.” Natürlich ist den Young Professionals bewusst, dass die vermeintliche Freiheit, ab und zu mal früher gehen zu können, wieder an anderer Stelle für Eltern Arbeit bedeutet. Deshalb steht für sie die Karriere an erster Stelle, gute Argumente zum Blaumachen fehlen ihnen aber trotzdem.

Aus diesem Prinzip hat die findige Werbefachfrau Melissa Maher aus New York “The Office Kid” entwickelt. Der Grundgedanke der Geschäftsidee: Wer keine Kinder hat und trotzdem mal wieder eine kurze Auszeit braucht, kann ja einfach so tun, als ob. Denn kein Chef hat bisher bei seinen Angestellten nach einer Geburtsurkunde des Nachwuchses gefragt.

Die einzigen Beweisstücke sind meist Fotos oder Kunstwerke von Junior auf dem Schreibtisch. Das sind auch die wichtigsten Bestandteile des Sets “The Office Kid”: Ein gerahmtes Kinderfoto und Zeichnungen – von Melissa persönlich mit der linken Hand gezeichnet, damit es auch authentisch aussieht. Hinzu kommt noch eine Ausredenliste für Eltern-Anfänger. Gefälschte ärztliche Atteste können bei Bedarf nachbestellt werden.

Mit dem Set kann also jeder Arbeitnehmer Kinder vortäuschen, um auch von den Freiheiten eines Elternteils zu profitieren. Für 20 Euro ist “The Office Kid” doch recht erschwinglich, zumindest, wenn man die gesparten Kosten eines echten Kindes dagegen hält. Denn selber gemacht würden die Utensilien nicht mal 2 Euro kosten.

“The Office Kid” ist eine ziemlich makabere Idee, die nicht allzu ernst genommen werden sollte. Auch die Entwicklerin selbst sieht es nur als Scherzartikel an. Wer das Set aber tatsächlich zum Einsatz bringt, riskiert nicht nur den Job, sondern auch eine gespaltene Persönlichkeit dank permanenter Lügengeschichten.

geschrieben von Thorsten Mensching \\ Tags: , , ,

Mrz 12

Lieber Bürostuhl,
ich weiß, du hast dich immer bemüht, hast mir Halt gegeben in kritischen Momenten, hast meine Päuschen weich aufgefangen und warst immer da, wenn ich zur Tür herein kam. Aber nun bist du überflüssig, denn er ist da – der ultimative Bürostuhl – keine Rückenschmerzen, keine Verspannungen und ein Sportprogramm ist auch dabei …

geschrieben von Thorsten Mensching \\ Tags: ,