Wie macht man heutzutage junge Männer auf das Thema Hodenkrebs aufmerksam? Man startet eine Social Media Kampagne über Facebook! So geschah es zumindest vor Kurzem in Kanada. 25 Tage lang ließ sich der Kanadier Mark McIntyre in einer Wohnung in Toronto einsperren, in der 3 Kameras ihn rund um die Uhr beobachteten. Dabei durfte er nur Unterhosen tragen. Für jeden Fan der dazugehörigen Facebook-Fanpage “The Guy At Home In His Underwear” versprach die Unterwäsche-Firma Stanfield’s, der Kanadischen Krebsgesellschaft einen Dollar zu spenden. Selbsterklärtes Ziel war es, 25.000 Freunde zu bekommen und dann 25.000 Dollar zu spenden.
Ob der Körper der Hauptperson Mark nun zu den ansehnlichsten gehört, darüber lässt sich streiten. Aber auf jeden Fall war seine Teilnahme authentisch, da er selbst schon unter Hodenkrebs litt. Außerdem hielt er die Fans bei Laune: Alle Welt konnte dabei zusehen, wie er sich ein Tattoo stechen ließ. Er fing sogar an, Selbstgespräche zu führen, um den Zuschauern im Chat mehr Gesprächsstoff zu liefern und direkt mit ihnen zu kommunizieren. Und ganz vereinsamen musste er auch nicht, da ihn unter anderem Kumpels, Presseleute, Yogalehrer und ein Didgeridoo-Spieler besuchen durften.
Als die Aktion am 31. Oktober endete, hatte der Unterwäsche-Typ über 50.000 Facebook-Fans, woraufhin Stanfield’s die Spendensumme entsprechend aufgestockt wurde. Durch die PR-Aktion erreichte Stanfield’s also sogar noch einen größeren Medienhype, als ursprünglich erhofft – und erhöhte damit auch erfolgreich die “Awareness” für das heikle Thema. Gleichzeitig sind so 50.000 und mehr Leute auf die Marke Stanfield’s aufmerksam geworden und bringen diese mit einer sympathischen und sozialen Aktion in Verbindung. Eine Win-Win-Situation vom Feinsten also.





