Apr 21

In Deutschland zählen etwa 60 Prozent der Bevölkerung zu den Eulen und müssen sich mit diesem Schicksal täglich viel zu früh für ihren optimalen Rhythmus zur Arbeit quälen. Lerchen haben von Haus aus einen entscheidenden Karriere-Vorteil: Sie sind schon bei Dienstantritt sofort leistungsfähig, denn die meisten Berufsbilder folgen zumindest ansatzweise dem 9-to-5-Vorbild.

Die Eule hingegen beginnt zu arbeiten, während ihr Körper eigentlich noch auf Schlaf eingestellt ist. Im Durchschnitt schläft sie dann auch noch weniger als ihre Frühaufsteher-Kollegen, da sie nun mal erst später schlafen kann. Optimale Voraussetzungen für einen energiegeladenen Start in den Tag sind das natürlich nicht. Und trotzdem zeigt die Erfahrung, dass Langschläfer mit ausreichend Disziplin Erfolg haben können.

Es gibt online zwar zahlreiche Produktivitätsratgeber, die einem beibringen wollen, zum Frühaufsteher zu werden. Die Aussicht, dadurch mehr am Tag zu schaffen, klingt auch durchaus verlockend. Jedoch ist der Chronobiologe Till Roenneberg davon überzeugt, dass keine Technik der Welt den genetisch festgeschriebenen Schlaftyp verändern kann.

Und dennoch: Der Traum von “mehr Stunden im Tag” veranlasst die Menschen immer wieder zu drastischen Maßnahmen, die die innere Uhr austricksen und Schlaf so weit wie möglich eliminieren sollen. So verspricht die Uberman-Methode zum Beispiel, dass man mittels mehrerer über den Tag verteilten Nickerchen seine Schlafzeit auf nur zwei Stunden senken könne – ohne an Leistungsfähigkeit zu verlieren! Die verbleibende Zeit könnte dann für zusätzliche Arbeit genutzt werden. Konrad Erzberger hat diese Methode des polyphasischen Schlafs ausprobiert und in seinem Blog aufsteigen.net dokumentiert – eine interessante Erfahrungsgeschichte.

Forscher entwickelten 2008 sogar ein Nasenspray, das dem Gehirn suggeriert, dass es genügend Schlaf bekommen hat und ausgeruht ist. Potentiell ist diese Anti-Schlaf-Droge auf jeden Fall eine Lösung für Menschen mit schwerwiegenden Schlafstörungen. Für den häuslichen Gebrauch sollten die üblichen Wachmacher wie Kaffee und Co. aber ausreichen – denn die Gefahren, die der Schlafentzug auf Dauer haben kann, sind einfach noch nicht genügend erforscht worden.

Bild: Saskia Thoma / Pixelio

geschrieben von Steffi \\ Tags: ,

Okt 06

Karriere machen – viele Menschen verbinden damit automatisch das Ziel, in eine Führungsposition aufzusteigen. Leider sind geborene Führungstalente selten. Trotzdem stellen Arbeitnehmer häufig die Führungslaufbahn vor eine mögliche Fachkarriere, ohne die nötigen Voraussetzungen mitzubringen.

Über den Beruf definiert sich das Selbstbild. Wer Manager ist, genießt in der Regel einen guten Ruf und hat einen gewissen Status in der Gesellschaft erreicht. Es sind daher häufig die Erwartungen von außen, die man mit den eigenen verwechselt. Die Frage, ob man aber wirklich für eine Führungsposition geeignet ist, stellen sich nur wenige Aufsteiger. Dabei ist genau das entscheidend dafür, ob man als Manager seine Erfüllung findet und nicht vor lauter Stress die Bedürfnisse der eigenen Mitarbeiter übersieht.

Dass nicht alle Führungskräfte ihren Weg in die Wiege gelegt bekommen haben, zeigt eine Umfrage der Kölner Organisationsberatung IGS. Ein Drittel der 500 befragten Arbeitnehmer vermissen die Führung an sich und 45 Prozent vertrauen dem eigenen Chef nicht. Ein trauriges Ergebnis, aber auch bei den weniger guten Führungskräften ist noch nicht alle Hoffnung verloren.

Sicher gibt es gewisse persönliche Voraussetzungen, die eine Führungskraft mitbringen muss. Dazu gehören kommunikatives Talent, Einfühlungsvermögen, Überzeugungskraft und Durchsetzungsvermögen. Noch viel wichtiger ist es aber, dass man Spaß daran hat, Entscheidungen zu treffen und andere zu führen. Ein Indiz ist das Verhalten im Kindesalter: Wer im Kindergarten immer den Ton angegeben hat oder Schulsprecher war, hat Potential. Denn solche Menschen übernehmen gerne Verantwortung und sind automatisch ein Vorbild für andere.

Aber damit ist nicht gleich gesagt, dass das Mauerblümchen aus der 8b nicht trotzdem während ihrer Studienzeit oder im Berufsleben an Selbstvertrauen gewinnt und sich plötzlich zu Höherem berufen fühlt. Fähigkeiten wie strategisches Denken oder Menschenkenntnis lassen sich dann auch noch bis zu einem bestimmten Punkt erlernen und verbessern. Und auch wer einmal auf dem Chefsessel sitzt, kann sein Führungsverhalten konsequent beobachten und prüfen um so aus Fehlern zu lernen.

Dennoch gilt: Hinterfragen Sie ihre Motive und die persönliche Eignung für eine Führungsposition. Ohne die nötige Selbstreflexion kann es schnell passieren, dass man sich in seiner Position überfordert fühlt und durch mangelnde Führungskompetenz sogar den Ruf ruiniert. Dann ist eine Fachkarriere wohl doch die bessere Wahl …

Bildquelle: S. Hofschlaeger / pixelio.de

geschrieben von Steffi \\ Tags: ,

Aug 25

Eine amerikanische Studie kam zu dem Ergebnis, dass attraktiven Frauen in Männerdomänen weniger zugemutet wird. Gleichzeitig ist es bei Männern genau umgekehrt – je attraktiver, desto kompetenter. So zumindest sieht es der Schubladendenker in uns. Und das ist nicht nur paradox, sondern auch ungerecht. Aber kann das wirklich zum Problem bei der Bewerbung und damit zur Karrierefalle werden oder wird hier wieder nur mal der Teufel an die Wand gemalt?

In der Studie der University of Columbia wurden 60 Studenten Fotos von 200 angeblich Jobsuchenden gezeigt. Das erschreckende Ergebnis: Je schöner die Frauen eingeschätzt wurden, umso weniger würde man ihnen auch eine hohe Position in Finanzen, Ingenieurwesen oder Forschung zutrauen. Das sind traditionell eher männerlastige Berufe. Je attraktiver aber die Männer waren, umso eher hätte man ihnen den Zuschlag gegeben. So weit der erste Einruck.

Doch wie entschieden die Probanden, als sie nähere Informationen über die Bewerber in Form eines Lebenslaufes bekamen? Es liegt nahe, dass man besser über die Kompetenzen der Person urteilen kann, wenn nicht nur das Äußere als Anhaltspunkt zur Verfügung steht. Dennoch fielen die Urteile nicht anders aus als vorher! Wenn dem wirklich so ist, erschwert das auch den Bewerbungserfolg. Focus Money schlägt sogar vor, in der Bewerbung zu schummeln und sich im Bewerbungsfoto “hässlicher” zu machen, als man ist. Aber das Ergebnis der Studie muss relativ gesehen werden.

Problematisch ist sie aus verschiedenen Gründen. Erstens wurden keine erfahrenen Personaler, sondern Studenten befragt. Das heißt zwar, dass Vermutungen über das spätere Arbeitsumfeld angestellt werden können (zum Beispiel müsste eine schöne Frau in der Bau-Branche härter um die Anerkennung ihrer Kollegen kämpfen). Rückschlüsse auf die klassische Bewerbungssituation lassen sich aber nur schwer ziehen. Es ist unwahrscheinlich, dass ein Personaler selbst beim Blick auf den Lebenslauf nicht noch einmal die Qualifikation des Bewerbers oder der Bewerberin überprüfen würde. Wenn das trotzdem nicht seine Vorurteile abschwächt, hat er schlichtweg den falschen Beruf gewählt. Zweitens wird kein Schönheitsbegriff zu Grunde gelegt. Wann ist ein Mann schön? Einer, der als Model Erfolg hätte muss nicht zwingend auch in Gefängniswärter-Kreisen als attraktiv gelten.

Zyniker könnten meinen, dass den attraktiven Frauen so wenigstens einmal ein Stein in den Weg gelegt wird. Immerhin scheinen sie es ja sonst im Leben leichter zu haben, als die äußerlich weniger gesegneten Damen. Aber das ist eine andere Diskussion. :)

Bild: Daniel Rennen / pixelio.de

geschrieben von Steffi \\ Tags: , , ,

Apr 30

Man stelle sich einen Studenten vor, der in der Universität im Vorbeigehen eine interessante Ausschreibung für eine Werkstudenten-Tätigkeit findet. Er hat es eilig und entschließt sich, später noch einmal vorbeizuschauen, um sich die Details zu notieren. Jetzt wartet erst mal die Mensa… Aus den Augen, aus dem Sinn. Tage später erinnert er sich wieder an den Aushang, der aber nicht mehr aufzufinden ist. Pech für den Studenten und für das Unternehmen, dem damit ein kompetenter Bewerber durch die Lappen geht. Dieses Beispiel zeigt eines der Probleme mit Printanzeigen – sie werden den Anforderungen der jungen Generation nicht mehr gerecht. Digital Natives sind mobil und spontan, die wichtigste Rolle dabei spielt das internetfähige Handy. Für Unternehmen besteht die Herausforderung also darin, die Brücke zwischen Mobile Recruiting und Print zu schlagen. Der Personalberaterblog hat diese Woche eine neue Technologie diskutiert, die Abhilfe schafft: Mobile Tagging mittels Cellcodes (QR-Codes). Wie genau funktioniert das?

QR-Code Stellenmarkt JobwareVereinfacht kann man sich der QR-Code wie einen Barcode vorstellen, der auf die Printanzeige aufgedruckt ist. Der Bewerber, der die Anzeige sieht, kann mit seinem Smartphone den Code einlesen und wird direkt zu einer entsprechenden Landingpage oder Stellenanzeige weitergeleitet. Ein Klick reicht und das lästige Eintippen eines Links wird überflüssig. Ohne jegliche Umschweife kann sich der Kunde so näher über das Angebot informieren. Sogar interaktive Schritte sind möglich: Er kann seine Kontaktdaten hinterlegen und nähere Details anfordern oder sich bereits im Portal der Seite registrieren. Kennt er jemanden, den die Kampagne auch interessieren könnte, kann er diese direkt weiterempfehlen. Unser Student von eben hätte sich also keine Chance verbaut und noch in der Mensa weitere Schritte unternehmen können.

Mindestens genauso spannend wird es, wenn man die Vorteile für das Recruiting in den Unternehmen betrachtet. Eine derartige Online-Affinität suggeriert Offenheit und trifft den Nerv der Zielgruppe – immerhin entspricht Mobile Tagging genau ihren Bedürfnissen von Mobilität und Spontaneität. Die Reichweite der Anzeige steigt. Und noch besser: Das Mobile Tagging generiert wichtige Daten, die der Marketingoptimierung zugute kommen. Nicht nur der Erfolg der Aktion wird mit Klickzahlen messbar, sondern auch Informationen über die erreichte Zielgruppe können ermittelt werden.  Mobile Tagging im Recruiting einzusetzen ist also eine sehr vielversprechende Idee, die hoffentlich gut von der Recruitingbranche angenommen wird.

geschrieben von Steffi \\ Tags: , , , ,

Aug 13

Monster.de hatte mich, ebenso wie einige andere meiner Blogger-Kollegen, zu einem Pre-View ihrer neuen Karrieremanagement-Tools eingeladen. Leider konnte ich dieser Veranstaltung nicht beiwohnen, aber Gerhard Kenk von Crosswater war vor Ort. Sein Bericht darüber …

Pünktlich zur zweiten Stufe der Web-Relaunchs hat Monster die ´Karriere-Portraits´ und den ´Karriere-Vergleich´ heraus gebracht, zwei Tools die in erster Linie den Mit-Mach-Effekt es Web 2.0 schüren und den User weiter in den Mittelpunkt stellen soll. Also, mit sogenannten Generated Content – aber ehrlich gesagt: Da muss noch einiges generated werden! – will Monster erreichen, Vergleiche im Bereich Gehalt und der Karriere zu ermöglichen. Mit Sicherheit ein nettes Feature, zumindest wenn die Datenbank groß genug ist. Kann man nur hoffen, dass mit den Daten verantwortungsvoll umgegangen wird. Denn diese Daten sind sicherlich nicht nur für Monster interessant ;-)
Also, einfach mal ausprobieren und selber ein Urteil bilden. Ich persönlich sage mal, bei der SMS hat am Anfang auch keinen Nutzen gesehen …

geschrieben von AJ \\ Tags: , , ,

Feb 26

für alle die noch das Fein-Tuning ihrer Karriere verbessern wollen: businesslive.de.
Da hinter steckt niemand geringeres als Holtzbrinck – bekannt durch Studivz. Na, mal schnell anmelden und testen …

geschrieben von admin \\ Tags: ,