Aug 11

Wissen ist Macht. Und wie erlangt man Wissen? Durch Kommunikation. Jeder der in einem sozialen Netzwerk angemeldet ist, hat sicher Erfahrungen damit gemacht, wie schnell sich Informationen verbreiten und sich durch die Nutzung bestimmter Kanäle filtern lassen. Sei es per Twitter, Pinnwandeintrag oder mittels eines „Hilferufs“ in einer bestimmten Gruppe. Fakt ist: Die Botschaft kommt an! Sei es die Suche nach einer passenden Autowerkstatt, die Planung des Wochenendes oder auch die Veröffentlichung der letzten Urlaubsfotos.

Auf den Punkt gebracht: Jeder sendet, filtert und empfängt Informationen. Und diese Möglichkeit stellt Unternehmen vor eine neue Herausforderung. Prof. Dr. Klemens Skibicki, Professor an der Kölner Business School hat im Rahmen des Mobile Marketing Kongresses des MTP in Köln (bei dem ich letzten Samstag zu Gast war) einen Vortrag zum Thema “Marketing nach der Social Media Revolution – Facebook, Twitter & Co. begreifen oder untergehen” gehalten und diese aktuelle Entwicklung aufgegriffen. Das klassische Modell, in dem Unternehmen die hauptsächlichen Informationslieferanten des Konsumenten sind, existiert in dieser Form nicht mehr. Die soziale Vernetzung hat eine nachhaltige Revolution in Gang gesetzt, sodass nun sowohl Anbieter als auch Nachfrager Sender und Empfänger von Informationen sind.

Was bedeutet dies für das Marketing?
Wichtig ist zu erkennen, dass Vertrauen, Glaubwürdigkeit und Authentizität für die Vermarktung eine große Rolle spielen und klassische, einseitige Kommunikation mittels Print, TV oder Radio für die Kundengewinnung an Bedeutung verliert. Die Entscheidung zum Kauf eines Produkts oder Dienstleistung hängt vielmehr von Konsumentenbewertungen und Empfehlungen ab. War dies für Konsumenten vor Jahren noch eine mühsame Arbeit, ermöglichen uns heute Facebook & Co, eine breite Masse anzusprechen, um schnell die benötigten Informationen zu erhalten. Dies hat zur Folge, dass wir uns nicht mehr so leicht durch Werbebotschaften und Versprechungen überzeugen lassen, denn sie sind nun viel leichter zu überprüfen.

Was sollten Unternehmen tun?
Blicken wir weiter in die Zukunft, ist absehbar, dass durch die steigende Nutzung mobiler Endgeräte die soziale Vernetzung immer mehr an Bedeutung gewinnt. Unternehmen, die diese Entwicklung ignorieren werden, meiner Meinung nach, recht schnell den Anschluss verpassen. Die offene Kommunikation von Konsumenten ermöglicht es, wichtige Informationen zu erhalten (z.B. positive und negative Erfahrungsberichte), die durch Umfragen kaum zutage gefördert werden können. Unternehmen sollten soziale Netzwerke daher als eine Plattform betrachten, die es ermöglicht mit ihren (potenziellen) Konsumenten direkt zu kommunizieren und Informationen auszutauschen, um eine langfristige Vertrauensbasis zu schaffen!

Für Interessierte hier noch der Link zu den bereits veröffentlichten Präsentationen von Prof. Dr. Klemens Skibicki zu diesem Thema.

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Nov 25

Einmal im Jahr ist es soweit. Die Tore der Messe-Köln öffnen sich für zweite Tag den willigen und suchenden Absolventen. Ein guter Anlass, um mal zu schauen, wie Unternehmen ihr potenziellen Mitarbeiter ansprechen und Stellenbörsen auf sich aufmerksam machen. Zu den Unternehmen kann ich nur sagen, mal eine sehr verhaltener Stand z.B. Cargill – absolut unauffällig, auf den Rollups auch nur schwer die Keyfacts zu erkennen oder mal groß: z.B. Aldi und Lidl haben sich dieses Jahr echt übertroffen, sehr schöner großer und lichtdurchfluteten Stand, bei Aldi mit Lounge-Theke für den Flavored-Coffee …

Der .T..Mobile-Stand hatte sich anscheinend größtenteils an Frauen gerichtet, Schlange stehen für eine neue Frisur :-) . Okay – auch so mancher männliche Absolvent hätte besser vor dem Betreten des Messegeländes einen Spiegel konsultiert.
Ein weitere Blickfänger war definitiv der Hays-Stand, einfach zwei gegenüberliegende Stände mieten und mit einem roten Teppich verbinden. Klingt einfach, ist auch so und ein absoluter Hingucker. So konnte sich jeder Absolvent für kurze Zeit auf dem roten Teppich bewegen.

Die anwesenden Stellenbörsen haben eigentlich nichts Neues gezeigt. Eine Ausnahme gab es, aber dazu später. Man muss sich schon fragen, ob Monster, Jobscout24 und Stepstone nichts mehr einfällt? Klar, die Messe-Stände sind schön, aber lockt dieses schon die Absolventen an? Oder ist die wirtschaftliche Krise doch schon zu spüren? Aber gerade in der Krise liegt doch die Chance!

Ganz im Gegensatz dazu Jobware, jede Stunde ein Gewinnspiel, Aktion, Assessment und trotzdem Zeit für Gespräche. Hat Jobware die Zeichen der Zeit erkannt? Oder sind die Marketingmitarbeiter/Agenturen von Jobware kreativer beim Fischen von Absolventen? Blogger-Kollege Thorsten von blogaboutjob hat noch ausführlicher alles beschrieben.

Klar, der Nachholbedarf an Markenbekanntheit ist bei den Paderborner größer als bei den Anderen. Dass das Interesse an den Absolventen gestiegen ist, zeigte schon die Online-Stellung von GO!Jobware Anfang des Jahres und die Promotion-Aktivitäten an den Unis. Da stellt sich spontan die Frage, warum auf dem Absolventekongress mit Jobware und nicht GO!Jobware?

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