Nov 19

Es scheint der neueste Trend zu sein, Kunden an der Gestaltung der eigenen Werbung mit teilhaben zu lassen. So machen es aktuell die Telekom mit dem Projekt “Million Voices” oder Red Bull mit ihrem Best Spot Contest. Auch Dawanda, der Online-Marktplatz für Kreative, hat vor kurzem eine ausgefallene Marketingaktion gemeinsam mit seinen Mitgliedern durchgeführt. Der bunte Stopmotion-Werbefilm “Creating Love” wurde von mehr als 1.200 Mitgliedern der Community gestaltet.

Zunächst wurde eine simple Trickfilmvorlage hochgeladen und jedes Dawanda-Mitglied bekam die Chance, sich eines der insgesamt 1.200 Einzelbilder herunterzuladen und zu gestalten. Sogar die Musik komponierten die Nutzer selbst. Die Aktion verbreitete sich ohne Werbebudget, da die Macher komplett auf den viralen Effekt zählten. Und es funktionierte – die Aktion wurde ein Hit unter den Kreativlabels, die ihre Produkte in eigenen Shops bei Dawanda vertreiben.

Das Ergebnis ist eine süße Liebeserklärung an das Basteln und die Kreativität. Für Epileptiker ist es nicht zu empfehlen, allerdings kann man alle einzelnen Frames auch noch in Ruhe auf der Creating-Love Seite von Dawanda bestaunen. Dann entdeckt man neben gemalten oder genähten Kunstwerken auch Knetbilder, einen Pizza-Frame oder Street Art. Zusätzlich hat Dawanda als Dankeschön alle Bilder mit den jeweiligen Shops der Künstler verlinkt.

Die Grundidee lieferten Fabian Jung und Sebastian Kamp, Studenten der FH Aachen, die das Konzept gemeinsam mit ihrem Professor Christoph Scheller an die Marketingabteilung von Dawanda herantrugen. Scheller ist Leiter der Berliner Agentur WE DO communication, die Dawanda bei der technischen und gestalterischen Umsetzung unterstützte.

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Nov 04

Wie macht man heutzutage junge Männer auf das Thema Hodenkrebs aufmerksam? Man startet eine Social Media Kampagne über Facebook! So geschah es zumindest vor Kurzem in Kanada. 25 Tage lang ließ sich der Kanadier Mark McIntyre in einer Wohnung in Toronto einsperren, in der 3 Kameras ihn rund um die Uhr beobachteten. Dabei durfte er nur Unterhosen tragen. Für jeden Fan der dazugehörigen Facebook-Fanpage “The Guy At Home In His Underwear” versprach die Unterwäsche-Firma Stanfield’s, der Kanadischen Krebsgesellschaft einen Dollar zu spenden. Selbsterklärtes Ziel war es, 25.000 Freunde zu bekommen und dann 25.000 Dollar zu spenden.

Ob der Körper der Hauptperson Mark nun zu den ansehnlichsten gehört, darüber lässt sich streiten. Aber auf jeden Fall war seine Teilnahme authentisch, da er selbst schon unter Hodenkrebs litt. Außerdem hielt er die Fans bei Laune: Alle Welt konnte dabei zusehen, wie er sich ein Tattoo stechen ließ. Er fing sogar an, Selbstgespräche zu führen, um den Zuschauern im Chat mehr Gesprächsstoff zu liefern und direkt mit ihnen zu kommunizieren. Und ganz vereinsamen musste er auch nicht, da ihn unter anderem Kumpels, Presseleute, Yogalehrer und ein Didgeridoo-Spieler besuchen durften.

Als die Aktion am 31. Oktober endete, hatte der Unterwäsche-Typ über 50.000 Facebook-Fans, woraufhin Stanfield’s die Spendensumme entsprechend aufgestockt wurde. Durch die PR-Aktion erreichte Stanfield’s also sogar noch einen größeren Medienhype, als ursprünglich erhofft – und erhöhte damit auch erfolgreich die “Awareness” für das heikle Thema. Gleichzeitig sind so 50.000 und mehr Leute auf die Marke Stanfield’s aufmerksam geworden und bringen diese mit einer sympathischen und sozialen Aktion in Verbindung. Eine Win-Win-Situation vom Feinsten also. :)

geschrieben von Steffi \\ Tags: , , ,

Sep 07

Auf den ersten Blick erscheint die neue Marketing-Kampagne von “Tipp-Ex”, wie eine normale Werbung, zumindest wenn man den kurzen Spot nicht zu Ende gesehen hat. Zwei Camper werden im Wald von einem Bär überrascht und einer der beiden soll den Bär erschießen. Aber soll er wirklich? Diese Frage wendet sich direkt an den Zuschauer, der zwischen zwei Buttons wählen kann: “shoot the bear” oder “don’t shoot the bear”. Durch den Klick auf einen der beiden Links, öffnet sich ein neues Video, aber es geschieht nicht das, was der Zuschauer erwartet. Ich will euch den Spaß nicht vorwegnehmen, aber so etwas passiert bei mir normalerweise nicht, wenn ich zur Tipp-Ex-Maus greife. Seht selbst!

Aus meiner Sicht ein gelungenes Konzept um nicht nur den Zuschauer aus seiner passiven Position herauszuholen, sondern auch um das Produkt einzubinden und im Gedächtnis des Konsumenten zu verankern. Und die Zuschauerzahlen sprechen für sich! Bisher haben über drei Millionen User das “Intro-Video” gesehen, das einen schließlich zu dem interaktiven Teil weiterleitet. Und in den Kommentaren posten die begeisterten Zuschauer, welches Wort man in die Lücke einsetzen sollte, um zu den besten Clips zu gelangen! Somit nicht nur aus meiner Sicht ein riesiger Spaß, da man sich stets etwas anderes einfallen lässt, um etwas Neues zu entdecken! Ein Tipp von mir: Gebt einmal Tipp-Ex ein! Viel Spaß beim Ausprobieren!

Und wem nichts mehr einfällt, hier eine kleine Hilfestellung!

geschrieben von Silvia \\ Tags: ,

Jul 29

Was verbinden Sie mit der Marke Old Spice? Mal abgesehen vom Image als Opa-Marke kann auch das Bild des “alten Gewürzes” keine angenehmen Assoziationen wecken. Mit einem legendären Marketing-Coup haben Procter & Gamble in den letzten Monaten versucht, dieses altbackene Image ihrer Körperpflegemarke aufzupolieren. Die Hauptdarsteller der viralen Kampagne: ein spärlich bekleideter Ex-Footballer (Isaiah Mustafa) und YouTube.

Für alle, die nichts davon mitbekommen haben, hier noch einmal die Ausgangslage. Anfang des Jahres sorgte Old Spice mit dem Werbevideo “The man your man could smell like” für Aufsehen. 15 Mio. Klicks auf allen Plattformen und der “Grand Prix” beim Cannes Lions Werbefestival waren der Lohn. Um den geschaffenen Old-Spice-Helden weiterzuverwerten, wurde vor zwei Wochen eine Social-Media-Kampagne ins Leben gerufen, die nun als Paradebeispiel für virales Marketing gefeiert wird.

Die Idee: Muskelmann Mustafa erklärt sich dazu bereit, Fragen aus der Online-Community entgegen zu nehmen und sie in Mini-Videos zu beantworten. Daraus entwickelte sich an den zwei Tagen der Aktion eine der am schnellsten wachsenden Online-Video-Kampagnen, die es je gab. Old Spice lud insgesamt 185 Video-Responses auf seinen Channel, in der Mustafa mit gewohntem Charme und Selbstironie antwortet. Die Videos wurden bisher 106 Mio. Mal angesehen – und das eben auch dank der zahlreichen Online-Medien, die darüber berichteten. Was den Buzz am meisten anheizte, waren die Testimonials, die sich kostenlos und sogar ganz ungefragt für die Aktion gewinnen ließen. Denn neben den unbekannten Internet-Usern produzierte Old Spice Antworten für Alissa Milano, Demi Moore und den Digg-Gründer Kevin Rose.

Das Ziel, die User in einem Dialog dazu zu bringen, eine Kampagne viral zu verbreiten, wurde wohl bisher selten so souverän erreicht. Jetzt wird aber die Diskussion laut, welchen Umsatz-Nutzen Procter & Gamble daraus ziehen konnten.

Insgesamt haben die Verkäufe des Old Spice Body Wash im letzten Jahr um 11 Prozent zugenommen, in den letzten drei Monaten sogar um 55 Prozent. Ist dies aber allein der viralen Kampagne zu verdanken? Im ersten Quartal 2010 gab Old Spice 11,4 Mio. Euro für Werbung aus, das ist mehr als im Gesamtjahr 2009. Olaf Kolbrück von Off-The-Record vermutet daher, dass wohl eher zusätzlich gefahrene Kampagnen diesen Effekt hervorriefen – besonders die starke Präsenz im TV und Couponing- und Preisaktionen.

Welchen monetären Effekt die YouTube-Antworten nun tatsächlich herbeigeführt haben, ist schwierig heraus zu finden. Sicher ist aber, dass so eine Markenidentität geschaffen wird, mit der sich die Nutzer gerne auseinandersetzen. Und das ist letztendlich auch das, was langfristig mehr Wert hat, als kurzfristig gesteigerte Verkaufszahlen. Vielleicht haben wir ja auch nicht zum letzten Mal etwas von Mustafa gehört …

geschrieben von Steffi \\ Tags: , , , ,

Mai 19

Chef bei Otto werden - mit ein paar KlicksSeit einigen Tagen wird in der Bloggersphäre fleißig über die neue Viral-Kampagne von Otto diskutiert, die ein bisschen an ELFyourself erinnert. Mithilfe eines personalisierten Videos kann man dort in die Rolle des Chefs schlüpfen.

Dazu muss man einfach ein Bild von sich bei “So schnell wird man Chef” hochladen. Aus der Ich-Perspektive betritt man dann als Chef das Otto-Gebäude. Abhängig vom Geschlecht bringt einem eine hübsche Assistentin oder ein gutaussehender Assistent den Kaffee an den Tisch, während man die neueste Bewerbung überfliegt. Diese ist selbstverständlich auch personalisiert. Eine gute Gelegenheit also, um einen Spaß mit dem eigenen Vorgesetzten oder einem Freund zu treiben. Beispiele kann man sich im Personalmarketingblog und bei Basic Thinking anschauen. Sicherlich eine ganz lustige Sache für die Mittagspause. Und im Hinblick auf Viralität sehr gelungen, da man so einen Clip schnell mal zumindest an den veräppelten Freund weiterleitet.

Hinter der Aktion steckt aber auch ein Gewinnspiel für Bewerber. Es locken dreimal je ein Tag an der Seite eines Chefs aus dem Bereich Einkauf, Personal oder E-Commerce. Dazu wird nicht das schönste Video ausgesucht, sondern der Bewerber muss Otto in 350 Zeichen davon überzeugen, dass er oder sie unbedingt Chefetagenluft schnuppern sollte. Also wieder eine etwas ernsthaftere Aufgabe. Otto spricht mit einem lockeren “du” junge Bewerber an, die in der Realität die Chefetage in nächster Zukunft höchstens in der Rolle des Assistenten von innen sehen würden. Von daher eine hervorragende Gelegenheit, wichtige Kontakte zu knüpfen und den Arbeitsalltag einer Führungskraft kennen zu lernen.

Es muss sich nur noch herausstellen, ob Otto mit der Recruiting-Kampagne auch die eigentliche Zielgruppe der Bewerber begeistern kann …

geschrieben von Nadine \\ Tags: ,

Mrz 25

Auf was bin ich denn da auf der Telegraph.co.uk gestoßen? “An air steward has become a YouTube hit after he was filmed rapping the safety demonstration to passengers on his budget airline”. Klar, die meisten unter euch kennen das Gefühl im Flugzeug —FLUGANGST— Es gibt natürlich Seminare für Flugangst, aber ist dies wirklich die Intension der Southwest Airline? Ein Einzelfall eines Air-Stewards? Anreizgestaltung oder super Virales-Marketing? Aber schaut selber und entscheidet:

Oder auch hier mit einem Handy gefilmt.
Wie auch immer, ich würde mich freuen so die Safety-Information auf meinem nächsten Flug zu hören …

geschrieben von AJ \\ Tags: , , ,

Mrz 13

Mal ehrlich, es gibt doch nichts schöneres als virale Videos. Zwei Jungs (Simone und Steve) haben mit einem Black Berry ein McLaren Formel1-RC-Auto durch ihren Office Grand Prix gesteuert. Klar, das Lewis Hamilton auch mal ran will. Hhhhmmmm, wie wohl mein Zimmer-Hubschrauber mit meinem iPhone zu steuren ist. Ob dann der Airwolf kommt?
Ich muss weg …

geschrieben von AJ \\ Tags: , , , ,

Feb 11

Sie suchen einen neuen Job, möchten sich verbessern oder in ein neues Berufsfeld eintauchen? Wie würde ihnen die Fitness-Branche liegen, sportlich dynamische Umfeld, innovative Unternehmensphilosophie? Sie haben Interesse?
Dann stelle ich Ihnen heute mal Ihren neuen Arbeitgeber vor: Reebok

geschrieben von admin \\ Tags: ,

Jul 10

Fast alle Jobbörsen stöhnen, dass ihre Ingenieur-Stellen nicht besetzt werden. Vielleicht sollten sie sich ruhig mal dem Thema des Viral-Marketings annehmen. Wenn Unternehmen wie Hydro schon diesen Schritt gehen……


geschrieben von admin \\ Tags: , ,

Jun 11

Na, da haben wir mal wieder ein tolles Beispiel für virales Marketing. Wieder einmal hat es ein Video geschafft und wird um den Erdball gesendet mit der Hoffnung, dass sich das Buch besser verkauft.
Also kann man sich eigentlich merken, alles was bei youtube und co. rumwimmelt hat einen Hintergedanken, oder?
http://www.youtube.com/watch?v=zsqi2QHXaFI
oder nicht?
und wo wir gerade dabei sind, Nissans Beitrag zum Weltfrauentag. http://www.youtube.com/watch?v=-oIkA6Z_wjI

geschrieben von admin \\ Tags: , ,