Beim Thema Bewerbungsvideo spalten sich die Gemüter. Die eindeutige Quintessenz aller Diskussionen ist jedoch meistens: Wenn schon Bewerbungsvideo, dann sollte doch bitte auch die Qualität – sowohl inhaltlich als auch visuell – stimmen. Der Pfad zwischen Ruhm und Blamage ist einfach zu schmal. Kein Wunder also, dass im Internet kaum herausragende Beispiele auffindbar sind. Nur Wenige sind bereit, diesen Aufstand zu veranstalten.
Umso mehr freut man sich natürlich über das Bewerbungsvideo der Journalistin Judith Steiner. Die Schweizerin hat ihr Know-How in der Videoproduktion dazu genutzt, das konventionelle Format einer Videobewerbung zu durchbrechen. Bei der aktuellen Arbeitsmarktlage im Journalismus hat sie damit die richtige Entscheidung getroffen, um sich einen Vorsprung vor den Mitbewerbern zu sichern.
Nach einer kurzen Begrüßung regt sie den “Zuschauer” dazu an, über eine Navigationsleiste Videos mit Hintergrundinformationen auszuwählen. Sie gibt darin kurze Einblicke in ihre Arbeit als Journalistin und stellt ausschnittsweise ausgewählte Produktionen vor. Der Clou: Ein extra Menüpunkt führt sogar zu Statements von Referenzgebern.
Damit hat Judith eigentlich eine komplette Bewerbungsmappe mit persönlicher Ansprache, Lebenslauf, Arbeitsproben und Referenzen nachgestellt – und kann sich so auch gleich die Bewerberwebsite sparen. Bis man sich da durchgeklickt hat, kann zwar einige Zeit vergehen. Aber ein Arbeitgeber wird keine bessere Gelegenheit erhalten, sich ein ausführliches Bild von der Bewerberin zu machen. Er bekommt das Wichtigste auf dem Silbertablett präsentiert und muss sich nicht erst selbst die Infos zurechtklicken. Was das Video zwischen den Zeilen über die Journalistin verrät, hat Marcel Widmer auf dem Joblog analysiert.


